JAS: Die Jugend hat Angst

Wie der Musiker ohne Rücksprache in der MoMa-Sendung des ÖRR einen anderen Song spielt und als Nachtrag vom 2.10. ein Auszug aus einem Interview in der Berliner Zeitung.

Auftritt bei MoMa am 05.08.2026

28.050 Aufrufe 20.08.2026 #Angst #Politik #MoMa
Wie der Musiker ohne Rücksprache einen anderen Song spielt #Jas #Jugend #Politik #Angst #MoMa

Offizielles Video

373.155 Aufrufe Premiere am 13.03.2026
JAS – Die Jugend hat Angst (Official Musikvideo)

Aus den Kommentaren zu den Videos auf YouTube:

Unglaublich, aber unsere Jugend, zumindest ein Teil davon wird endlich wach. Ich habe Gänsehaut bekommen, weil der Song groß ist. Text und Melodie sind einprägsam. Die Kritik unüberhörbar und die Cleverness das Staatsfernsehen dafür zu nutzen – einfach genial. Gibt mir Hoffnung. Danke Euch Jungs….

Großartig, wie du gerade spontan dieses Lied im Morgenmagszin gesungen hast, statt das ursprüngliche geplante.
Toller Text, tolle Musik und eine Stimme die ins Herz geht. Hast mich als Fan gewonnen.

Auszug aus dem Interview in der Berliner Zeitung

vom 2.10.2026 (Bezahlschranke):

Ärger mit dem ÖRR? Jas über sein Debütalbum, den Auftritt im ZDF und politische Ängste

Sein Auftritt im ZDF-„Morgenmagazin“ sorgte für viel Aufsehen. Jas hat uns erzählt, wie es dazu kam und warum Musik für ihn immer politisch ist.

Jas ist ein junger Indie-Pop-Sänger aus Berlin. Seine erste Single „Winterherz“ erregte Aufmerksamkeit auf Instagram und TikTok. Nun steht der Newcomer kurz davor, sein erstes Album zu veröffentlichen. Ein Projekt, das auch politische Themen und Ängste aufgreift.

Jas wurde am 5. August vom ZDF eingeladen, seinen neuen Song „Zu jung“ im „Morgenmagazin“ aufzuführen. Aus eigenem Willen entschied er sich spontan dafür, seinen Song „Die Jugend hat Angst“ zu spielen, um seine Bühne für die politische Botschaft zu nutzen. Wir haben ihn gefragt, was den Song für ihn so wichtig macht – und was wir von seinem neuen Album erwarten können.

Bei Ihrem Auftritt im „Morgenmagazin“ haben Sie unabgesprochen „Die Jugend hat Angst“ statt „Zu jung“ gespielt. Warum wollten Sie den Song unbedingt spielen?

Ich hatte die Möglichkeit, diesen Raum zu bekommen, und fand den Song in der aktuellen Zeit passend. Ich wollte meine Stimme als junger Mensch in diesem Moment nutzen. Gerade weil es in der Sendung vorher um Taiwan ging, habe ich gedacht: Es ist so konfliktreich gerade alles. Ich will einfach mal sagen können, was unsere Ängste vielleicht gerade sind.

Dann dachte ich mir einfach: Give it a shot und mach es.

Sie äußern sich als Newcomer auch auf Social Media politisch. Kostet Sie das Überwindung?

Ja, schon. Ich habe jetzt nicht die Riesenreichweite, aber gerade mit dem Rechtsruck und allem, was bei uns im Land passiert, habe ich mich ein bisschen verantwortlich gefühlt.

Ich wollte nicht einfach wahllos irgendetwas posten, sondern eher überlegen: Wie kommen wir wieder zusammen? Wie können wir miteinander reden, anstatt uns weiterhin zu beleidigen und irgendwie den Bach runterzugehen?

Da hat mir niemand Druck gemacht. Ich persönlich hatte einfach das Gefühl: Wie kann man das gerade in Songs oder auch öffentlich mit Argumenten aufgreifen? Man kann meine kleine Plattform zumindest dazu nutzen.

Aber klar, ich bin kein Politiker. Im Kern bleibt auch immer noch die Musik und nicht die Politik.

In Ihren Songs „Die Jugend hat Angst“ oder „Große Fragen“ geht es viel um Ängste. Wovor haben Sie Angst?

Bei „Große Fragen“ habe ich mir die Sinnfrage gestellt: Was mache ich in dieser Welt? Da habe ich den Tod ein bisschen als Akteur genommen.

„Die Jugend hat Angst“ klingt zwar sehr nach Krieg, aber da steckt mehr dahinter. Es geht auch um die Frage: Wo sehen wir uns in zehn Jahren? Und wie können wir bis dahin wieder auf eine Bahn kommen, auf der alle grundlegend zufriedener werden?

Ob mehr Konflikte, mehr Kriege oder Klimawandel – ich habe Angst davor, dass wir diese Bahn verpassen und immer weiter nach unten driften.

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