Musikalische Stimme aus Polen zum Iran-Krieg
von Jan Opielka – aus: Berliner Zeitung vom 9.3.2026
Auszug aus Artikelbeitrag und Links zu zwei Musikstücken:
Stimme aus Polen zum Iran-Krieg: „Ich klage Sie an, Herr Bundeskanzler Merz!“
Europa unterstützt einen völkerrechtswidrigen Krieg. Das ist unerträglich. Ich weiß, dass meine Stimme keiner hört. Aber ich will nicht schweigen und klage an.
[…]Deshalb klage ich an.
Herr Bundeskanzler Friedrich Merz – ich klage Sie an.
Ich klage Sie an, weil Sie und die deutsche Bundesregierung sich gemeinmachen mit einem verbrecherischen Krieg sowie seinen Protagonisten in den Regierungen der USA und Israels.
Ich klage Sie an, weil Sie den zigfachen Tod unschuldiger Menschen sowie die gezielte Ermordung der Staatsführung eines souveränen Staates nicht verurteilen, wie Sie schon den zehntausendfachen Tod von Palästinensern nicht verurteilt haben.
Ich klage Sie an, weil Sie die nun erfolgende „Drecksarbeit“ vielmehr wohlwollend begleiten und nicht zu ihrer Beendigung beitragen wollen.
Ich klage Sie an, weil Sie sich zu der Bombardierung einer Schule im iranischen Minab, bei der 150 bis 165 meist junge Mädchen getötet wurden, mutmaßlich durch amerikanische oder israelische Raketen, mit keinem Wort des Bedauerns oder der Verdammnis geäußert haben und keine unabhängige Untersuchung fordern, wie die UN es tun. Würden Sie, Herr Bundeskanzler, ebenso nicht reagieren, wenn infolge der iranischen Raketenangriffe, als Antwort auf die Attacke Israels und der USA, in Israel 150-165 israelische Kinder getötet worden wären?
Ich klage Sie an, weil Sie sich winden und ducken und schweigen und am Ende zustimmen, wenn der Möchtegern-Friedensnobelpreisträger, US-Präsident und Kriegsherr Donald Trump Ihren eigenen Verbündeten angreift und beleidigt, der als einziger europäischer Regierungschef und anders als Sie den Mut hat, das Richtige zu sagen und zu tun.
Und ich klage Sie an, weil Sie durch die Position Ihrer Bundesregierung dazu beitragen, einen kriegerischen Flächenbrand zu stützen und zu legitimieren, dessen mörderischem Bombenhagel heute die Iraner und Iranerinnen und Menschen in der Region zum Opfer fallen – künftig aber womöglich unzählige andere Menschen in anderen Regionen der Welt. […]
Der Autor hat zwei Musikstücke geschrieben, die sich mit Krieg und dem notwendigen Dagegen auseinandersetzen – „Schwarzes Meer“ sowie „Stop the masters of war“.
Autoren-Account von Jan Opielka unter substack.com/@janopielka.
