Kreative Jugend: Ein Beispiel aus Frankfurt
(Eigenes Foto – KP)
Ein Trägerkreis aus verschiedenen Organisationen, u.a. DFG-VK, GEW, pax Christi und andere kirchliche Strukturen verleiht jährlich in Frankfurt am Main den Bertha-von-Suttner-Friedenspreis. Im Flyer zur diesjährigen Preisausschreibung heißt es:
Wir wollen junge Menschen zum Nachdenken über Wege zum Frieden anregen – gerade in konfliktreichen Zeiten wie diesen.
Deshalb verleihen wir zum fünften Mal den Bertha-von-Suttner-Friedenspreis und laden alle hessischen Schülerinnen und Schüler ein mitzumachen.
Gesucht sind Projekte, die sich mit Bertha von Suttners Aufforderung „Die Waffen nieder!“ beschäftigen. …
Der erste Preis ging in diesem Jahr an die 18-jährige Schülerin Kamila Khuzhamova , die ihre Projektarbeit im Rahmen einer Veranstaltung zu Friedensbildung in Schule und Gesellschaft am 20. Oktober vorstellte.
Das Relief soll der Unmenschlichkeit des Krieges die menschlichen Züge eines einzelnen Soldaten gegenüberstellen, der nicht als Killermaschine erscheint. Die Gesichtszüge lassen einen Menschen erkennen, der verzweifelt ist. Der Blick ist nach oben gerichtet. Interpretationsfähig ist, warum und was genau in ihm vorgeht. Ist es Angst? Ist das Gesicht bereits von körperlichen Verletzungen geprägt? Oder sind es seelische Verletzungen? Droht Gefahr aus der Luft? Denkt er in Todesangst an seine Mutter? (KP)
Auszug aus dem Lokalteil der FR über die Preisverleihung vom 26.2026:
Die katholische Jugendkirche Jona verleiht den Preis in Kooperation mit der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Hessen, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hessen und weiteren Partnern. Insgesamt wurden 56 Projekte eingesendet – neuer Rekord. „Wir freuen uns, dass es so viele Einsendungen gab“, sagt Thomas Schwoerer, Bundessprecher der DFG. „Es ist der Jury schwergefallen, eine Gewinnerauswahl zu treffen.“ […] Der erste Platz ging an die Schülerin Kamila Khuzhamova (17) von der Limesschule in Altenstadt, die mit der Skulptur eines Soldaten die dauerhaften (seelischen) Narben verdeutlichte, die der Krieg bei den Menschen hinterlässt. Das Besondere an ihrem Werk ist seine zweite Bedeutungsebene: Blickt man durch die Narben der Skulptur, sieht man im Inneren Symbole für Werte wie Familie und Liebe. Nach der Bedeutung ihres Werkes gefragt, erklärte die Künstlerin mit den einfachen, aber aussagekräftigen Worten, sie wolle zeigen, dass „hinter jedem Soldaten ein Mensch steckt“. Das Projekt wird mit 500 Euro gewürdigt.
