Krieg oder Frieden
ein Programm von Magdalena Scharler + Jenny Helene Wübbe
Homepage: https://kriegoderfrieden.com/
Text von Homepage
Warum ist Kriegstüchtigkeit plötzlich sexy und Frieden von gestern?
Was ist überhaupt Krieg?
Und wo fängt er an – im Außen oder Innen?
Um das herauszufinden wagen sich zwei Schauspielerinnen und ein hundert Jahre alter Teddybär mitten hinein ins Geschehen.
Mit wilder Spielfreude, messerscharfer Neugierde und vielen klugen Büchern im Gepäck nehmen sie das Publikum mit auf eine Reise zwischen Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart. Die Zeit drängt!
Im Hauptquartier der NATO verwandeln sie sich in die Generäle HP & Weaver. Die sind gerade – hochgeheim – damit beschäftigt, den neu definierten „Kriegsschauplatz Mensch“ (gedanklich) zu erobern. Dabei verraten sie Geheimnisse Kognitiver Kriegsführung und geben Einblick in die Abgründe des modernen Kriegs, – geprägt von Drohnen, KI-basierten Waffensystemen und Risikokapital.
Mit Zigarren, Clausewitz und jeder Menge kluger Historiker erörtern unsere drei Helden zu anderer Zeit die bis heute gültigen Gesetzmäßigkeiten, den Charakter des Wesen Krieg. Um dann – in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs – vom Alltag des Krieges zu erfahren. Von merkwürdig schimmerndem Morast, Menschlichkeit und aufrecht stehenden Leichtenteilen. Und vom Ohr als Organ der Angst.
20. , 21. Jahrhundert, erst eindeutig, dann immer weniger auseinanderzuhalten verbinden sich zu allumfassender Ausweglosigkeit. Warum bekriegt sich der Mensch? Und kann er das überhaupt: Frieden?
Beitrag in den Nachdenkseiten
Krieg oder Frieden? „Wir stehen am Scheideweg“
Wie spielt man auf der Bühne ein Theaterstück zum Thema „Krieg“? Vor allem aber auch: Wie lässt sich so ein Theaterstück mit einem kritischen Blick umsetzen? Zwei Theaterschauspielerinnen haben einen Weg gefunden. Das Stück „Krieg oder Frieden“ richtet die Perspektive auf die aktuell von Politikern angestrebte Kriegstüchtigkeit und geht den Fragen nach: „Was ist Krieg?“ Und: „Wo fängt er an – im Außen oder im Innern?“. Im Interview mit den NachDenkSeiten sprechen Magdalena Scharler und Jenny Helene Wübbe über ein Theaterstück, das auf eine Weise entstanden ist, die erkennen lässt: Beide haben das Thema ernst genommen. Ein gut 15 Meter langer Tisch war gefüllt mit Büchern. „Wir haben gelesen und gelesen und gelesen“, sagt Wübbe. Eine Erkenntnis: Die Gesellschaft habe den Bezug zum Krieg komplett verloren, „wir wissen nicht mehr, was Krieg bedeutet.“ Scharler merkt an: „Entstanden ist die Idee aus unserer persönlichen Fassungslosigkeit darüber, dass diese unsägliche Kriegstreiberei der Politik und vieler Medien verhältnismäßig unwidersprochen bleibt.“
–> das komplette Gespräch von Marcus Klöckner (14.5.2026)
